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Ferne Nähe

Gemeinschaftsausstellung Barbara Rosengarth und Ellen Mäder-Gutz

Hafenmuseum Bremen, Speicher XI 1, 28217 Bremen
11. Mai - 1. Juli 2012

 

Presse: Weser-Kurier Bremen

„In uns gibt es das Vertraute gleichzeitig mit den Unvertrauten“, heißt es bei Sigmund Freud. Er findet dafür den Begriff der „störenden Irritation“. Das Nahe und das Ferne als Zwillinge also Teil unseres Ichs. Mit dieser Erkenntnis ist der Betrachter auf einem guten Weg zu den sehr gegensätzlichen künstlerischen Positionen von Barbara Rosengarth und Ellen Mäder-Gutz.

Barbara Rosengarth richtet als Malerin ihren künstlerischen Blick in die Ferne, über das Wasser mit seinen wellenbewegten Oberflächen. In ihren Werken gibt es kein ungetrübtes Glück. Denn Rosengarth ist empfänglich für Störungen. Sie versteckt sie mit Raffinesse im Gleichmaß ihrer Linienführung. ...

Ellen Mäder-Gutz, geprägt von der klassischen Bildhauerei, hat sich während der vergangenen zehn Jahre ihres künstlerischen Schaffens den Zugang zu einem eigenen floralen Kosmos erarbeitet. Holz, Stein, Porzellan, Pappe sind ihre Materialien für Skulpturen, Bodenarbeiten. Außerdem fertigt sie Grafiken und Bleistiftzeichnungen. Sie sieht sich zweifelsfrei von der weiblichen Komponente der floralen und ornamentalen Formensprache herausgefordert. Ihre floralen Holzskulpturen haben etwas eindringlich Exotisches.

Albrecht Lampe zitierte in seiner Eröffnungsrede aus dem Buch „Der weiße Archipel“ von Jean-Pierre Abraham: „Auf den großen Entdeckungsreisen, so habe ich gehört, fügten diejenigen, die mit der Erfassung noch unbekannter Archipele betraut waren, gerne eine Phantasieinsel ein, die sie nach ihrer Herzensdame benannten. Das war ein allseits bekanntes, akzeptiertes Faktum, und es rührte niemanden, wenn man auf späteren Fahrten keine Spur von ihr fand. Man nannte sie Die Insel der Frau des Kartographen.“ (Zitat Ende) So fern und so nah, die Herzensdame und ihr Kartograph